Standorte in Polen, Russland und USA
Knapheide stärkt internationale Präsenz
Beckum (ame). Die Firma Knapheide verstärkt ihre internationalen Aktivitäten im Bereich der Bergwerkstechnik,. Die zur Knapheide-Gruppe gehörende Tiefenbach Control Systems GmbH (Essen) hat in Polen, in Russland und in den USA Servicestationen beziehungsweise Fertigungsstätten eröffnet.
Die Tiefenbach Control Systems GmbH entwickelt und vertreibt hydraulische und elektro-hydraulische Steuerungen für den Untertage-Betrieb in Berg-
werken, Die einzelnen Komponenten werden derzeit ausschließlich in Beckum hergestellt. Beim aktuellen Jahresumsatz von 35 Millionen Euro beträgt der Exportanteil nach Angaben von Unternehmer Werner Knapheide bereits heute 80 Prozent. Weil der deutsche Bergbau schrittweise eingestellt wird, müssen für die Produkte neue Märkte erschlossen oder bestehende Auslandsmärkte entwickelt werden. "Aus diesem Grunde sind Servicestationen in den Ländern gefragt, die derzeit sehr massiv die Kohleförderung vorantreiben", heißt es in einer Pressemittelung der Firma
Während in, Deutschland noch eine jährliche Förderkapazität von 25 Millionen Tonnen Kohle erreicht werde, betrage diese in China 1,7 Milliarden Tonnen. Ähnliches gelte für die USA und Australien sowie für Russland.
Die Auslandsaktivitäten der Knapheide-Gruppe sind deshalb aktuell durch drei neue Standorte gestärkt worden: Die Tiefenbach Polska SP.z.o.o. beschäftigt in Radzionków (Polen) rund 25 Mitarbeiter. Geplant ist der Aufbau einer Fertigung für Dreh- und Frästeile für den polnischen und osteuropäischen Markt. Tiefen-bach-Polska konnte dafür gerade eine Kooperation mit dem Unternehmen Kopex in Katowice, dem führenden Bergbauausrüster in Polen abschließen. In Russland hat die Knapheide-Tochter Tiefenbach Control System in Keme-rovo (Sibirien) eine Servicestation eröffnet, dazu eine weitere Firma in Morgantown in den USA, die 14 Beschäftigte zählt.
"Da auch in China große Umsätze getätigt werden, wollen wir
uns auch dort mit einer eigenen Gesellschaft platzieren", kündigte Werner Knapheide weiteres Auslandsengagement an. Der Produktionsstandort USA sei wichtig, um dem Risiko des hohen Euro-Kurses zu begegnen. Insgesamt zeige sich, dass die Exportländer verstärkt darauf drängen, dass im eigenen Land gefertigt werde. Wichtige Vorteile der Auslandsstandorte seien außerdem niedrigere Fertigungskosten sowie erhebliche Einsparungen bei den Frachtraten, heißt es in der Mitteilung der Firma Knapheide.
Quelle: Die Glocke, 28.11.2007


