Knapheide sorgt für Erfolgsgeschichte Ost
Aufbau Ost in Waltershausen:

Die Knapheide-Gruppe hat vor fünf Jahren eine Produktionsstätte für Hydraulikschläuche, die akut von der Schließung bedroht war, übernommen und ausgebaut. Aktuell steht wieder eine Betriebserweiterung mit einem Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro an. Knapheide hat vom Gelände der einstigen Gummiwerke ein Areal von 44.000 Quadratmetern erworben.

Investitionen von 3,7 Millionen Euro
Beckum/Waltershausen (ame).
Mit einer Investition von 3,7 Millionen Euro wird die Firma Knapheide ihre Hydraulikschlauchproduktion im thüringischen Waltershausen ausbauen und 37 Mitarbeiter zusätzlich einstellen.
Wie das Unternehmen mit Stammsitz in Beckum mitteilte, werden mit der Erweiterung der Produktion dann künftig rund 160 Mitarbeiter an dem traditionsreichen Standort in Waltershausen hochwertige Hydraulikschläuche, wie sie für Bau- und Landmaschinen, für den Maschinen- und Bergbau benötigt werden, herstellen. Die Knapheide-Gruppe hat am Standort Walterhausen kürzlich ein zusätzliches, 28.000 Quadratmeter großes Areal erworben, hat darauf befindliche Altlasten der einstigen Gummiwerke aus DDR-Zeiten beseitigt und baut nun eine weitere, 2.500 Quadratmeter große Produktionshalle. Was heute nach einer echten "Erfolgsgeschichte Ost" klingt, hing früher am seidenen Faden: Vor fünf jahren stand die Fertigung von Hydraulikschläuchen in Waltershausen noch vor dem Aus. Die drohende Schließung des traditionsreichen Standortes und die Verlagerung der Arbeitsplätze nach Tschechien war für den Alteigentümer, die Firma Phoenix, praktisch beschlossene Sache.
Als der Beckumer Unternehmer Werner Knapheide (Bild) davon erfuhr, stellte er die Weichen neu: Er kaufte die Produktionsstätte an der Gothaer Straße, übernahm Verantwortung für die damals 67 Mitarbeiter und investierte 4,7 Millionen Euro in den Standort.
"Das war unser Glück, sonst hätten wir wohl unsere Arbeit verloren", blickt Betriebsleiter Joachim Sturm auf unsichere Zeiten zurück. Die sind längst vorbei: Mit modernster Technik wurde in Waltershausen die Produktion von Hydraulikschläuchen wirtschaftlich organisiert und von 18.000 Metern pro Tag (2003) auf derzeit 35.000 Metern pro Tag deutlich ausgebaut. "Mit der neuen Fertigung sollen es Ende 2009 dann 50.000 Meter sein", berichtete Betriebsleiter Joachim Sturm von einem ehrgeizigen Ziel. Deshalb schätzt er die Perspektiven für den Standort und die Beschäftigten auch sehr positiv ein. Ein Indiz: Auszubildende bei Knapheide in Waltershausen haben nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehrzeit beste Chancen auf Übernahme - auch dank der nun anstehenden Betriebserweiterung. Die Knapheide-Gruppe mit Stammsitz in Beckum beschäftigt an sechs Standorten, davon fünf in Deutschland, derzeit rund 850 Mitarbeiter.
Quelle: Glocke 31.10.07


